Aus für Medienbildungsunterricht mit „Digitale Welt“

Wiesbaden. Der Landtagsabgeordnete Jürgen Frömmrich kritisiert die Pläne zum Schulfach „Digitale Welt“ der Landesregierung. Diese gehen völlig an der Lebensrealität der Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern vorbei. CDU und SPD wollen das Schulfach komplett streichen. In einer Woche, in der ganz Deutschland über die Gefahren von digitaler Gewalt und KI-Deep-Fakes diskutiert, ist diese Nachricht kaum zu glauben. Wir brauchen mehr Medienkompetenz und nicht weniger. Das Fach ‚Digitale Welt‘ wurde in der letzten Wahlperiode als Schulversuch gestartet, und laut Koalitionsvertrag von CDU und SPD sollte es flächendeckend ausgerollt werden. Daraus wird nun nichts. Auch die Ankündigung des Kultusministers aus dem letzten Jahr, man wolle parallel zum Handyverbot an Schulen auch die Medienbildung stärken, ist damit null und nichtig.


Die Ankündigung des Kultusministers, dass der Schulversuch ‚Digitale Welt‘ zukünftig ‚im Rahmen der vorhandenen Ganztagsmittel‘ an allen weiterführenden Schulen stattfinden könne, bedeutet schlichtweg, dass das Land für den Medienbildungsunterricht an unseren Schulen keinen einzigen Cent mehr bereitstellt. „Der Verweis auf den Ganztag ist nicht mehr als ein verzweifelter Versuch, die Öffentlichkeit zu täuschen. Seit Monaten findet eine Diskussion in der Öffentlichkeit statt, ob Social Media für Kinder und Jugendliche stärker reguliert oder sogar verboten werden soll. Egal wie man dazu steht, Experten sind sich einig, dass es vor allem eine umfassende Medienpädagogik braucht, um Kinder und Jugendliche auf die Gefahren in der digitalen Welt vorzubereiten. Statt das Fach „Digitale Welt“ an allen Schulen anzubieten, kommt jetzt die Rolle rückwärts von CDU und SPD. Das ist nicht nachvollziehbar“, so Jürgen Frömmrich.
Die Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte werden von dieser Landesregierung mit den Gefahren von Social Media und Co. einfach allein gelassen. Wir GRÜNEN bleiben bei unserer Forderung: Wir brauchen einen flächendeckenden Medienbildungsunterricht an allen weiterführenden Schulen.